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Adventskalender Info
Firmtermin 2020 Info
Adventsbazar am 28.11.2019 28.11.2019
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Sternsinger Aktion 2020 15.12.2019
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Pastoralvisitation durch Weihbischof Matthäus Karrer

Montag, 30. September, war für die 5 katholischen Gemeinden der Schönbuchlichtung ein lange erwarteter, gut vorbereiteter Tag. Während sonst der Dekan oder die stellvertretenden Dekane im Auftrag des Bischofs die Pastoralvisitation durchführen, kommt in die Seelsorgeeinheit des Dekans der Gebiets-referent. Für das Dekanat Böblingen ist dies Weihbischof Matthäus Karrer.

 Er lies sich zunächst von 14 Uhr bis 18 Uhr in den 4 Pfarrbüros Holzgerlingen, Weil, Schönaich und Waldenbuch die Pfarrbücher vorlegen, erkundigte sich z.B. nach der Einhaltung der Datenschutz-bestimmungen, den Regelungen zum Schutzkonzept Kindeswohl, aber auch, ob die technische Ausstattung und die Arbeitsbedingungen für die Pfarramtssekretärinnen heutigen Standards genügen. Er war sehr zufrieden und dankte den Sekretärinnen für ihre engagierte Arbeit.

Nach einer kleinen Vesperpause konnte Dekan Feil, darüber sehr erfreut, pünktlich um 19 Uhr 40 Teilnehmer aus den 4 Kirchengemeinderäten und dem Pastoralrat der italienischen Gemeinde begrüßen.

Nach einem kleinen Auftakt stellte nacheinander je 1 Sprecher aus den 5 Gremien ein Anliegen, eine Erfahrung vor, die den Entwicklungsweg der Gemeinden besonders geprägt hat: Für Waldenbuch z.B. war dies die Arbeit mit einer Schriftrolle,

für Holzgerlingen mit den Orten Altdorf und Hildrizhausen das Anliegen: Wie können wir das Bewusstsein „Wir sind 1 Kirchengemeinde“ fördern? Können wir uns 3 Gemeindehäuser und 2 Kirchen noch leisten?

Dekanatsreferent Wolfgang Hensel führte durch den Abend und gewann Weihbischof Karrer für eine erste Kommentierung des Gehörten. Dieser hob 3 Punkte hervor, die zukunftsfähige Gemeinden auszeichnen:

  1. Fähigkeit zur Kommunikation über den Glauben – auch mit Menschen, die kaum noch etwas mit der Kirche zu tun haben.
  2. Eine Kultur der Wertschätzung – gemeindeintern ebenso wie in Begegnungen mit anderen gesellschaftlichen Gruppen.
  3. Mut, auf die Ressourcen, konkret die ehrenamtlich Engagierten ebenso wie die Liegenschaften, Gebäude, Finanzen realistisch zu schauen, ggf auch Liebgewordenes loszulassen und kreativ zu wagen, was für die nächsten Jahre auch leistbar bleibt.

In der Pause gab es an schön dekorierten Stehtischen im Foyer kleine Häppchen zur Stärkung, aber vor allem Vieles, was die Teilnehmer aus dem Gehörten gegenseitig zu besprechen, aber auch kritisch anzufragen hatten.

In der zweiten Runde brachte Wolfgang Hensel mit der Methode „fishbowl“ in einen sehr intensiven

Austausch über „heiße Themen“, z.B. Seelsorgeeinheiten sind nur eine Notlösung; damit die Jugend- und Ministrantenarbeit nicht zum erliegen kommt, braucht es hauptberufliche, auch von der Diözese geförderte Jugendreferenten; Maria 2.0 und die Forderung, dass die kath. Kirche endlich auch Frauen den Zugang zu kirchlichen Ämtern eröffnet. Weihbischof Karrer gelang es, gut hinzuhören und offen und realistisch zugleich auf diese Themen einzugehen. So sagte er z. B, ich persönlich kann mir die Weihe von Frauen vorstellen. Ich sehe aber, dass in der kath. Weltkirche erst noch die Bereitschaft bei allen wachsen muss, dass es - bezogen auf die jeweilige Kultur und Gesellschaft – unterschiedliche Lösungen geben kann, wie das Evangelium als Zusage des Heiles vermittelt und Einheit in bunterer Vielfalt gelebt wird. Der rote Mantel (statt eines weißen Taufkleides) steht in unserer Diözese für viele Haltungen, die Martin von Tours geprägt haben: Verzicht auf Macht, Teilen mit den Armen, Vertrauen auf Gottes Gegenwart.

Nach sehr dichten Gesprächsrunden verlockte Wolfgang Hensel die Teilnehmer noch zum Austausch von Ideen, zu einem „Reisefieber“, wie die Gemeinden der Schönbuchlichtung in die Zukunft aufbrechen wollen. Ein Tenor war: Die Erfahrung dieses Abends, wir sind gemeinsam – geschwisterlich – synodal - unterwegs, bedarf der kreativen Fortführung.

Anton Feil